- Kaffeetrends zeichnen sich oft bereits im Vorfeld ab, ehe sie im folgenden Jahr durchstarten.
- Von frischen Früchten bis Proteinpulver, gesunde Beigaben dominieren die Kaffeetrends 2024.
- Espresso hat noch Potential und dürfte in diesem Jahr viel an Beliebtheit zulegen.
Der Jahreswechsel ist immer eine gute Gelegenheiten einen Blick in die Glaskugel zu werfen. Das haben auch wir wieder getan und sie nach den kommenden Kaffeetrends für 2024 befragt. Einige der zukünftgenTrends hatten sich im vergangenen Jahr bereits angedeutet, andere sind jedoch noch recht neu. Alle Vorhersagen sind aber wie immer ohne Gewähr.
Die 5 Kaffeetrends:
- Trend Nummer 1: Px Kaffee
- Trend Nummer 2: Glow Coffee
- Trend Nummer 3: Cold Brew Coffee +
- Trend Nummer 4: Kaffee-Smoothies
- Trend Nummer 5: Der Espresso
Trend Nummer 1: Px Kaffee
Obwohl es insgesamt vier aktuell genutzte Methoden, um Kaffee zu entkoffeinieren, hat sich die Lösungsmittelmethode und der Schweizer-Wasser-Prozess durchgesetzt. Das liegt wohl auch daran, dass die eine Methode die günstigste ist, während die zweite besonders schonend, aber auch die teuerste Methode darstellt. Beide Methoden sind ausgereift und erfüllen die notwendigen Kriterien, so dass der mit ihnen entkoffeinierte Kaffee auch als solcher verkauft werden darf.
Das Geschmackserlebnis wird durch die modernen Entkoffeinierungsverfahren nicht beeinflusst, die positiven Auswirkungen von Koffein hat er aber natürlich nicht mehr.
Mit Px Kaffee könnte sich das jedoch ändern. Paraxanthine ist ein Metabolit des Koffein und gehört zu den Xanthinen. Es entsteht im menschlichen Körper durch den Abbau von Koffein und hat ähnliche stimulierende Effekte auf das Zentralnervensystem, ist jedoch in seiner Wirkung subtiler als Koffein. Es hat also seine positiven Eigenschaften, in dem es wachhält und die Aufmerksamkeit steigert. Gleichzeitig sollen die negativen Auswirkungen wie Schlaflosigkeit, Zittrigkeit oder Nervosität weit geringer sein als bei einem normal Koffeinkonsum.
Die Kombination mit entkoffeinierten Kaffee oder Kaffeebohnen, die von Natur aus wenig Koffein enthalten, wurde im letzten Jahr in den USA bereits ausgiebig im Markt getestet. Und Untersuchungen zeigen, dass sich zumindest die Tester gut mit Px Kaffee anfreunden können. 90% fanden ihn einer Umfrage zufolge besser als nur entkoffeinierten Kaffee.1
Trend Nummer 2: Glow Coffee
Bei Kollagen handelt es sich um ein Protein, das oft als Nahrungsergänzungsmittel zu finden ist. Es ist vor allem für die Glättung der Haut und damit für den Kampf gegen Falten bekannt. Soll aber auch die Knochen stärken und sogar beim Aufbau von Muskelmasse helfen. Wer sich vegan oder vegetarisch ernährt, sollte beim Kauf des Kollagenpulvers achtgeben. Das Protein wird meist aus tierischen Quellen wie Rinderhaut, Hühnerknochen oder Fischschuppen hergestellt. Es durchläuft einen Prozess namens Hydrolyse, bei dem die langen Kollagenketten in kleinere Peptide aufgespalten werden. Diese Peptide sind leichter verdaulich und können vom Körper besser aufgenommen werden. Damit das Protein vom Körper aufgenommen werden kann, gibt es einige Lebensmittel, auf die man in Kombination besser verzichten sollte.
Kaffee und Milch, egal ob Kuhmilch oder eine pflanzliche Variante, eignen sich jedoch perfekt für eine kombinierte Einnahme. Zudem ist das Pulver an sich geschmacksneutral, so dass es auch den Geschmack des Kaffees nicht verfälscht.
Ein Trend zum Glow Coffee zeichnete sich bereits vor ein paar Monaten ab, die Online-Ausgabe des Sterns2 berichtete zum Beispiel darüber. Der Name Glow Coffee leitet sich vom englischen Wort für „leuchten“, „strahlen“ ab, und soll darauf anspielen, dass man nach seinem Genuss mit glatter, frischer Haut strahlend in den Tag starten kann.
Trend Nummer 3: Cold Brew Coffee +
Spätestens seit Hersteller wie Jura oder DeLonghi den Cold Brew Coffee für einige ihrer Kaffeevollautomaten ins Standardprogramm aufgenommen haben, steht fest, dass „kalter Kaffee“ kein bloßer Trend mehr ist. Besonders beliebt ist er als Erfrischung in den heißen Monaten des Jahres, oder ganzjährig in zahlreichen Bars.
Dort hat man das Potential von Cold Brew Coffee als Zutat für Cocktails früh erkannt. Ob jetzt alkoholfrei mit Tonicwater oder auch in Kombination mit Wodkamartini und weiteren Alkoholgetränken.
Allerdings muss es nicht immer ein Cocktail sein, Cold Brew Coffee eignet sich hervorragend, um mit anderen Geschmackseinflüssen kombiniert zu werden. Orange, Cola oder auch Wassermelone haben schon den Anfang gemacht, doch die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.
Trend Nummer 4: Kaffee-Smoothies
Der Kaffee-Smoothie ist gewissermaßen eine Kombination aus den beiden vorangegangenen Trends, Gesundheitskaffee und exotische Geschmacksrichtungen. Gesundheitlich verbindet er das Beste aus zwei Welten, die vielfach bestätigte Wirkung des Koffein und die Vitaminbombe aus den zum Smoothie gemixten Früchten. Geschmacklich lassen sich damit gerade am Morgen ganze neue, teils sehr exotische Wege gehen.
Der Klassiker in diesem Bereich ist der Kaffee-Bananen-Smoothie, seine Herstellung ist denkbar simpel. Einfach die Bannen im Mixer zum Smoothie mixen und den Kaffee dazugeben.
Ähnlich wie bei den Geschmacksrichtungen für Cold Brew Coffee ist auch hier der Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt. Die Kombination mit der Trendfrucht Avocado zum Beispiel, allerdings sollte man auch hier mit Banane und Milch noch zusätzliche Zutaten verarbeiten, um eine bessere Konsistenz und nicht einen alles überlagernden Avocadogeschmack zu haben. Je nach ausgewähltem Kaffee können aber auch Kombinationen mit Zitrusfrüchten besonders interessant sein. Oder man wählt eine Kombination mit Ingwer, der auch erstaunlich gut zu Kaffee passt. Und wer es mit der Gesundheit nicht übertreiben will, kann auch ein Rezept mit Erdnussbutter zu einem Kaffee-Erdnussbutter-Smoothie umschreiben.
Trend Nummer 5: Der Espresso
Unser persönlicher Lieblingstrend für 2024 ist aber zweifellos der Trend zum Espresso. Statt pürierte Früchte oder irgendwelche Pülverchen in die Tasse Kaffee zu rühren, konzentriert sich dieser Trend auf das Wesentliche. Der Espresso ist für uns Kaffeegenuss pur und sein Potential ist in Deutschland noch immer groß. Nicht nur, weil hierzulande über 45% des Kaffees noch immer mit der Filtermaschine zubereitet wird.
Noch vor Siebträgern haben Kaffeevollautomaten den Espresso inzwischen vom Getränk nach dem Essen in einem Restaurant zu einem Kaffeegenuss in den eigenen vier Wänden werden lassen. Mit Jura gibt es auch längst einen etablierten Hersteller, dessen Vollautomaten durchaus einen Espresso in Restaurantqualität zubereiten können. Und wer den letzten Schliff herausholen will, muss eben dennoch auf einen Siebträger zurückgreifen. Aber selbst der größere Aufwand mit dem Siebträger lohnt sich, denn ein Espresso kann mehr als nur gut schmecken, bewusst genossen ist er eine oft willkommene Abwechslung für den Menschen.
Quellen:
1. https://perfectdailygrind.com/2023/11/what-is-px-coffee/
2. https://www.stern.de/genuss/glow-coffee--der-kaffee-mit-kollagenpulver-liegt-im-trend-34249168.html